Dresdner Altmarkt
Der große rechteckige Marktplatz bildet seit der Gründung Dresdens den Kern der Stadtanlage.
1370 wurde er erstmalig als »circulus« urkundlich erwähnt. Märkte, Feste, Turniere und Spiele
sind hier abgehalten worden, wichtige geschichtliche Ereignisse machten den Altmarkt auch zu
einem der gesellschaftlichen Zentren der Stadt.
Bei den Bombenangriffen auf Dresden im Februar 1945 wurde der historische Altmarkt völlig
zerstört. Der Wiederaufbau erfolgte auf verändertem Platzgrundriss und begann 1953. Die
Neubebauung mit Wohn- und Geschäftshäusern griff auf historisierende Formen zurück:
durchlaufende Erker, eine gegliederte Sandstein-Putzfassade, Satteldächer, Dachgauben und
verschiedene Schmuckelemente. Die heute denkmalgeschützten Bauten begrenzen den Altmarkt
an der Ost- und Westseite.
An der nördlichen Platzfront entstand bis 1969 der Dresdner Kulturpalast, ein multifunktionaler
Kulturbau. Die Bebauung der Südseite des Altmarkts ist in den vergangenen Jahren begonnen
worden, eine Neugestaltung des gesamten Platzraumes ist geplant.
Heute wird der Altmarkt wieder für saisonale Märkte und Veranstaltungen genutzt. Höhepunkt
ist unter anderem der alljährliche Dresdner Striezelmarkt, einer der traditionsreichsten
Weihnachtsmärkte Deutschlands.